Naturtag

Das Geheimnis des Wissens um die Natur liegt in der Selbstvergessenheit, die einem tiefgehenden Kontakt mit der Natur entspringt. (Joseph Cornell) Natur erleben, verstehen und schützen!


Liebe Eltern, 
ich möchte euch sehr gerne noch ein paar Worte zum NATURTAG sagen, den ich seit dem Frühjahr 2019 anbiete. Ich arbeite nach dem Konzept „Flow Learning“ von Joseph Cornell, welches aus 4 Stufen besteht.

Stufe 1 - Begeisterung wecken

Stufe 2 - Konzentriert wahrnehmen

Stufe 3 - Unmittelbar erfahren

Stufe 4 - Andere an deinen Erfahrungen teilhaben lassen




Meine Ziele sind eine Herzensangelegenheit. Eure Kinder werden auf liebevolle Art und Weise mit mir in kleinen Gruppen (5 Kinder) Naturerfahrungen sammeln. Sie dürfen sich frei entfalten, sich ausprobieren, forschen und werden von mir dabei begleitet und nach dem „Flow Learning“ Konzept angeleitet.

*Wo die Alster zum Amazonas wird und Kröten statt Krokodile die Wege kreuzen.*
Ich besuche jeden Freitag mit einer kleinen altersgemischten „Pfützenspringergruppe“ den Wulksfelder Forst, in Hamburg Duvenstedt. Wir haben dort einen wunderbaren Ort entdeckt, an dem wir sein können, wie wir sind. Ein „Sitzplatz“ in der Natur ist für die Kinder eine große Bereicherung. Sie erfahren und lernen den Jahreskreis der Natur und des Waldes. Sie lernen wer da wohnt, welche Tiere sich dort vermehren, wie das Wetter sich verändert/verhält und entwickeln ihre Fantasie. Sie lernen mit sich selbst zu sein und auch in der Gemeinschaft miteinander zu agieren. Die Pfützenspringer® sind dort frei, sie können unbekümmert und selbstvergessen in der Natur spielen. Sie werden zu Entdecker und lernen über Versuch und Irrtum. Die Pfützenspringer® lernen somit auf wunderbare Weise, um es mit den Worten von Gerald Hüther (Hirnforscher) zu sagen. Sie können sich ausprobieren und erfahren, was geht und was nicht, ohne Belehrung, sondern durch ausprobieren. So kann sich auch ihre Fantasie entwickeln und sich das Gehirn aus Erfahrungen stabilisieren. Sie erfahren unterschiedliche Sinneseindrücke ganzheitlich und erleben diese einzigartig mit allen Sinnen. 

Kinder, die solche Naturerfahrungen machen dürfen, finden sich später im Leben in unterschiedlichen Situationen besser zurecht.

Sie können die Liebe zur Natur entwickeln und lernen sich mit ihr zu verbinden. Kinder, die sich mit der Natur verbinden, werden von ihr berührt und beginnen sie dadurch zu schätzen, zu schützen und übernehmen Verantwortung und Achtsamkeit.


Ein Tag im Wald... 

Jeden Freitag fahre ich um ca. 8:30 Uhr mit 5 Pfützenspringern mit meinem VW-Bus in den Wulksfelder Forst an den Oberalsterlauf.  
Bei Unwetterwarnungen oder Festen verschieben wir den „Naturtag” innerhalb der Woche.

Wir kommen meist gegen 9:15 Uhr auf dem Parkplatz in Wulksfelde an. Dort wird zunächst unser Bollerwagen gepackt. Sobald alle 5 Pfützenspringer®️ wetterfest angezogen sind und ihren Rucksack auf dem Rücken tragen, starten wir unsere kleine Wanderung in den Wald. 

Für den Ausflug in den Wald hat jedes Kind einen eigenen Rucksack mit einem erweiterten Frühstück inclusive Getränk dabei. 

Am Oberalsterlauf angekommen räumen wir den Bollerwagen aus und funktionieren ihn, mit eigens dafür konstruierten Platten, zum Esstisch um. Um ca. 10:30 Uhr sitzen wir gemütlich auf dem Buchenstamm unter einem Kastanienbaum und frühstücken gemeinsam. 

Nach dem Frühstück bauen wir unser „Mittagsschlafplätzchen” auf. Dafür spannen wir eine Hängematte zwischen 2 Buchen, welche wir zusätzlich mit einem Tarp 3 x 3 m vor Regen, Sonne oder Kastanienbeschlag schützen.
Zur Stabilisierung und Kälteisolierung legen wir immer noch eine aufblasbare Isomatte in die Hängematte. Unsere Hängematte hat ein zusätzliches Moskitonetz, welches die kleinen Pfützenspringer®️ im Schlaf vor Insektenstichen schützt. 
Nachdem unser Lager eingerichtet ist ziehen wir gemeinsam los in die Wildnis. Unseren Waldtag gestalten wir je nach Jahreszeit unterschiedlich. 
Im Frühjahr, wenn die Natur erwacht, schauen wir welche Blumen, Kräuter und Bäume langsam zu grünen und blühen beginnen. Wir haben schon Schneeglöckchen, Schlüsselblumen, Bärlauch, Maiglöckchen und Buschwindröschen dort entdeckt. 
Auch einige Vögel, insbesondere der Buntspecht, lassen sich in dieser Zeit sehr gut beobachten. 
Im Sommer gehen wir sehr gerne im Oberalsterlauf baden, keschern Krebstiere und beobachten Libellen. 
Im Herbst sammeln wir die Früchte der Buchen, Kastanien, Eichen und vieles mehr. Mit all diesen Kostbarkeiten und noch vielen anderen Materialien werden wir sehr kreativ und arbeiten nach LandArt. 
Im Winter ist unser Geheimnis die Bewegung. Wir bauen Wippen und Hütten, klettern und balancieren, spielen Bewegungsspiele oder bauen uns mit unserem statischen Seil ein Niedrigseilparcour oder eine Baumschaukel. 
Wir haben im Winter zusätzlich immer 2 große Kannen Tee und unsere Taschenwärmer dabei. 

Gegen 11:30 Uhr gibt es nochmal einen kleinen Snack und ein Pfützenspringer®️ nach dem Anderen wird gewickelt. 
Um 12:00 Uhr lege ich die Kinder in die Hängematte unters Tarp. 
Bis ca. 13:30 Uhr schlummern die Kleinen dann seelig aneinandergekuschelt und warm eingepackt an der frischen Luft. 
Ab 13:30 Uhr wecke ich die Pfützenspringer®️ wieder und beginne mit dem Abbau. Anschließend packen wir unseren Bollerwagen und schnüren unsere Rucksäcke.

Um 14 Uhr gehen wir zu unserem VW-Bus zurück, verladen alles und fahren gegen ca. 14:20 Uhr heim zu unseren „Kindergarten”.

Um und bei ;-)  15 Uhr kommen wir wieder alle glücklich und zufrieden in Barmbek-Süd auf dem Marktplatz in der Vogelweide 20 an.

Unser Naturtag in Bildern...